Was hilft bei Nackenschmerzen?

By | 17. Oktober 2011

Viele Menschen leiden unter unerträglichen Nackenschmerzen. Diese resultieren oft aus Kälte und Zugluft, aber viel mehr noch aus Verspannungen durch Fehlbelastungen und Stress. Die stundenlange sitzende Körperhaltung vieler Arbeitnehmer vor dem PC-Monitor führt zu Verkrampfungen der Muskulatur und zu Blockaden. Manchmal kommen zu den Schmerzen sogar noch Taubheitsgefühle in Händen und Armen hinzu. Durch die ständigen Schmerzen nehmen viele Betroffene häufig eine Schonhaltung an, die diese jedoch nur noch schlimmer macht. Sie befinden sich in einem Teufelskreis, aus dem sie nur mit den richtigen Maßnahmen wieder entfliehen können.

Wärme, Salben und Massagen

Eine mögliche Erleichterung für Ihren verspannten Nacken bringt Wärme in Form eines heißen Bades oder eines in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmten Kirschkernkissen. Die Kirschkerne speichern die Wärme lange und sorgen dafür, dass sich die schmerzenden Muskeln entspannen können. Auch durchblutungsfördernde Salben auf Basis von Arnika oder Rosmarin zum Beispiel können hilfreich sein. Oder gönnen Sie sich einen Besuch beim Masseur. Die Durchblutung des Nackenbereiches sollte vor der Massage erst durch ein in heißem Wasser getränktes Handtuch, das auf den Nacken gelegt wird, angeregt werden. Durch die Massage werden die Verhärtungen gelockert und verkürzte Muskelstränge gedehnt. Auch ein Chiropraktiker kann Blockaden auf sanfte Art und Weise lösen.

Die richtige Matratze und Schlafposition

Falls Sie schon morgens gerädert aufwachen und jeder Ihrer Muskeln im Nacken- und Rückenbereich schmerzt, sollten Sie unbedingt Ihre Matratze und Ihren Lattenrost überprüfen. Um entspannt und ausgeruht ohne Schmerzen aufzuwachen, ist eine auf Ihre Körpergröße und Ihr Gewicht angepasste Matratze dringend angeraten.

Was Sie selbst tun können, um Nackenschmerzen zu vermeiden

Falls Sie eine sitzende Tätigkeit ausüben, sollten Sie, um Verspannungen zu vermeiden, während der Arbeitszeit mehrere Male zwischendurch Lockerungsübungen machen. Jeweils ein paar Minuten wirken reinste Wunder. Dehnen Sie Ihre Nackenmuskeln, indem Sie das Kinn aufs Brustbein legen, drehen Sie den Kopf nach rechts und links, ziehen Sie die Schultern bis zu den Ohren hoch – all diese kleinen Übungen sorgen dafür, dass Ihre Nackenmuskeln beweglich bleiben.

Wann ein Arztbesuch dringend angeraten ist

In den meisten Fällen sind Verspannungen die Ursache von Nackenschmerzen. Sollten jedoch neben den Nackenbeschwerden zusätzlich Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel auftreten, suchen Sie unverzüglich einen Orthopäden auf, um einen eventuellen Bandscheibenschaden der Halswirbelsäule auszuschließen.

Bild: panthermedia.net | Arne Trautmann