Viagra für die Frau

By | 9. September 2013
Viagra fuer die Frau

Das bekannteste Potenzmittel ist Viagra aus dem Hause Pfizer. Doch warum sollen Sie als Frau diese kleinen blauen, rautenförmigen Pillen eigentlich einnehmen? Sie haben schon Recht, Sie müssen kein Viagra einnehmen, das für den Mann angeboten wird, doch sind verschiedene Mittel erhältlich, die zur Behandlung von sexueller Unlust oder von Orgasmusstörungen von Frauen verwendet werden können. Erst kürzlich haben Forscher eine Pille entwickelt, die als „Viagra für die Frau“ bezeichnet wird und zur Behandlung von Luststörungen dienen soll.

Ein Wirkstoff mit vielen Gesichtern

Bei Viagra für die Frau geht es jetzt tatsächlich um Viagra, das den Wirkstoff Sildenafil enthält. Ursprünglich wurde dieses Medikament entwickelt, um den Blutdruck zu senken, doch trat das Gegenteil ein. Verschiedene Beschwerden und Krankheitsbilder kann man ggf. mit Viagra behandeln:

  • Jetlag-Erscheinungen
  • Alterserscheinungen
  • Gedächtnisverlust
  • Probleme mit der Empfängnis.

    Schwanger durch Viagra

    Schwanger durch Viagra?

Noch stecken die Anwendungen in den Kinderschuhen, doch laufen Forschungen über die Nutzung von Viagra bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen. Erwiesen ist bereits, dass Frauen, die bislang als unfruchtbar galten, durch die Einnahme von Viagra schwanger wurden. An einer Studie nahmen vier unfruchtbare Frauen teil, drei davon wurden schwanger. Im British Journal of Human Reproduction wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Bei Frauen, die zu Fehl- oder Frühgeburten neigen, ist oft die Gebärmutter verengt. Ärzte nutzen bereits Viagra, um diesen Frauen zum Babyglück zu verhelfen.

Die Lustpille für die Frau

Eine Pille zur Steigerung der Libido wurde jetzt für die Frau entwickelt. Viele Frauen haben kein Verlangen nach Sex, obwohl sie ihren Partner lieben und erotisch finden. Die Pillen mit dem Namen Lybrido und Lybridos befinden sich momentan noch in der Testphase. Sie sollen Frauen wieder zu mehr sexueller Aktivität verhelfen. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in der Wirkungsweise von Viagra, da sie, im Gegensatz zu Viagra, nicht die Durchblutung der Geschlechtsorgane anregen. Sie enthalten ähnliche Substanzen wie Viagra, doch sind sie mit dem Hormon Testosteron kombiniert. Im Gehirn soll die Botschaft erhöht werden, besser auf sexuelle Reize zu reagieren. Die Pillen sollen sexuelle Enthemmung und Erregung miteinander kombinieren. Denken Sie an die Einnahme solcher Pillen, sollten Sie die Nebenwirkungen nicht vergessen. In der Studie kam es bei vielen Teilnehmerinnen zu Übelkeit, Veränderungen der Durchblutung und zu Kopfschmerzen.

Bild: panthermedia.net Eugen Wais, claraveritas

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