Was hilft bei Verstopfung?

By | 25. März 2017
Verstopfung

Wohl jeder erwachsene Mensch hat in seinem Leben schon einmal an Verstopfung gelitten. Verantwortlich dafür sind oft Auslöser wie Stress, Bewegungsmangel, unzureichende Flüssigkeitsaufnahme oder eine ungewohnte Ernährung. In diesem Fall ist eine Verstopfung ein unangenehmes, aber wenig bedenkliches Phänomen, das meist schon nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Ihnen stehen zudem einige Möglichkeiten zur Verfügung, die Heilung zu beschleunigen.

Tritt eine Verstopfung chronisch auf, kann das ein Hinweis auf Ihre Lebensweise aber auch auf Grunderkrankungen wie Hormonstörungen, Diabetes oder Darmerkrankungen sein. In diesem Fall sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich eingehend untersuchen lassen.

Die Ursachen einer Verstopfung

Die Ursachen einer Verstopfung können vielfältig sein und sind oft nicht eindeutig zu bestimmen. Als mögliche Auslöser kommen infrage:

  • Ungewohntes Essen
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Darmerkrankungen wie das Reizdarmsyndrom
  • Nerven- und Muskelerkrankungen
  • Störungen im Hormonhaushalt, zum Beispiel durch Diabetes mellitus
  • Medikamente

Inzwischen gehen Mediziner davon aus, dass eine ballaststoffarme Ernährung und Bewegungsmangel nur dann zu einer Verstopfung führen, wenn die Betroffenen eine Neigung dazu haben. Dennoch sorgt eine Umstellung des Lebensstils in vielen Fällen für Besserung.

Gängige Symptome einer Verstopfung

Das zentrale Symptom einer Verstopfung besteht darin, dass der Stuhl eine harte Konsistenz aufweist und sich nur unter großer Mühe, manchmal sogar gar nicht abgeben lässt. Die Häufigkeit der Stuhlgänge ist stark herabgesetzt. Zusätzlich kann es sein, dass Betroffene ein Völlegefühl, verspüren und einen aufgeblähten Bauch haben. Auch Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit sind typische Begleitsymptome einer Verstopfung.

Ein Arztbesuch ist unbedingt anzuraten, wenn Betroffene

  • Übelkeit verspüren und sich erbrechen
  • Blut im Stuhl bemerken
  • Schmerzen verspüren
  • Schnell an Gewicht verlieren.

In diesem Fall kann ein Darmverschluss aufgrund eines Tumors, Durchblutungsstörungen oder einer Blinddarmentzündung die Ursache sein. Das kann im schlimmsten Fall einen Durchbruch des Darms und eine Bauchfellentzündung zur Folge haben. Gehen Sie nicht rechtzeitig zum Arzt, können die Beschwerden lebensgefährlich werden.

Mit der richtigen Ernährung gegen Verstopfungen

Neigen Sie zu häufigen Verstopfungen, können Sie das Problem oft selbst in den Griff bekommen. Der Schlüssel dazu ist eine Umstellung Ihrer Lebensweise. An oberster Stelle steht die Ernährung:

• Verzichten Sie möglichst auf alle Lebensmittel, die verstopfen, wie Weißbrot. Auch Schokolade, vor allem dunkle Schokolade, sollten Sie nur in Maßen genießen, da diese eine Darmträgheit auslösen kann. Von ein paar Stück Schokolade bekommen Sie allerdings noch keine Verstopfung.

• Ernähren Sie sich ballaststoffreich. Verzehren Sie viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Das sorgt dafür, dass Ihre Verdauung in Schwung kommt. Zusätzliche Ballaststoffe können Sie zum Beispiel über Weizenkleie aufnehmen.

• Trinken Sie ausreichend, am besten zwei bis drei Liter am Tag in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee.

In vielen Fällen trägt eine solche Ernährungsumstellung erheblich dazu bei, dass Sie in Zukunft von Verstopfung verschont bleiben. Außerdem profitieren Sie von den vielen anderen Vorteilen einer gesunden Ernährung.

Bewegung und Entspannung – weitere Tipps gegen Verstopfung

Mehr Wirkung erzielen Sie, wenn Sie nicht nur Ihre Ernährung umstellen, sondern noch einige andere Dinge berücksichtigen.

  • Regelmäßige Bewegung trägt entscheidend dazu bei, dass Ihr Darm besser arbeitet. Sitzen Sie in Ihrem Beruf viel, so nutzen Sie die Pausen für einen kleinen Spaziergang und treiben Sie zum Ausgleich in Ihrer Freizeit Sport.
  • Entspannen Sie sich. Stress gilt ebenfalls als ein häufiger Auslöser von Verstopfung.

In solchen Fällen klingen die Beschwerden schnell ab, wenn Sie sich bewusst Pausen schaffen und entspannen. Fällt Ihnen dies schwer, bietet es sich an Entspannungsmethoden wie die Progressive Muskelentspannung zu erlernen.

Helfen alle diese Tipps nicht, lohnt es sich oft, auf handelsübliche Abführmittel zurückzugreifen. In der Apotheke erhalten Sie außerdem Verdauungstees, die Ihnen als natürliche Abführmittel bei Verstopfung helfen können.

Lässt sich eine Verstopfung durch Selbsthilfe nicht in den Griff bekommen, suchen Sie einen Arzt auf. Dieser wird Sie auf zugrundeliegende schwerere Erkrankungen testen und eine geeignete Therapie einleiten. Ein Arzt kann Ihnen auch stärkere Abführmittel oder andere Medikamente verschreiben, betrachtet er dies als sinnvoll.

Fazit
Eine Verstopfung ist unangenehm, aber in den meisten Fällen harmlos. Wenn Sie häufig davon betroffen sind, lohnt es sich, Ihre Lebensweise unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls grundlegend zu ändern. In manchen Fällen ist es aber auch bei einer scheinbar harmlosen Verstopfung ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie Schmerzen oder Übelkeit verspüren. Ist die Verstopfung nur ein Symptom einer schwerwiegenden Erkrankung, muss diese oft umgehend behandelt werden.

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