Schmetterlinge im Bauch: Warum kribbelt es?

By | 14. Oktober 2011

Ja, wer kennt das nicht die Schmetterlinge im Bauch, die ein Kribbeln verursachen, dass Mann oder Frau ganz aus dem Takt bringt. Doch im Grunde ist dies nur ein Vorgang, der den Adrenalinspiegel maßlos anhebt und sozusagen das Hirn ausschaltet. Eine Situation, die den Menschen unter Stress stellt, aber dennoch sind alle verrückt danach, in den Zustand des Verliebtseins zu verfallen. Dabei ist es jedem völlig egal, ob die Knie weich und der Magen sich gerade in die andere Richtung dreht. Wenn die Natur ruft, dann ist die betroffene Person ohne Willen und nur noch von den Gefühlen gesteuert. So wird auch verständlich, warum immer davon gesprochen wird, dass jemand verrückt nach dem anderen sei. Denn ein Forscher hat im Blut eines Infizierten den Botenstoff Serotonin, nur noch ganz schwach nachweisen können. Dies betrifft ebensolche Personen, die unter Zwängen leiden.

Was löst das Ausschalten des Gehirns aus?

Da sind zwei Menschen, egal ob Mann und Frau oder sonstige Konstellationen, die sich tief in die Augen schauen oder leicht berühren. Je nachdem, wenn eben entsprechende Signale des gegenseitigen Gefallens ausgesandt werden und vielleicht noch mit einer zarten Berührung gekrönt wird, kann es zum Flügelschlagen der ehemaligen Raupen kommen. Kommt zu der Nähe noch ein sinnlicher Duft von Parfüm hinzu, sind Taumel und Hitzewallung Programm. Der sonst so vernünftige Mensch gerät in einen außergewöhnlichen Zustand – dem Verliebtsein. Denn der Geruchssinn beeinflusst die Liebe. Besonders extrem wird es dann, wenn ein Herzrasen noch hinzukommt und das Blut in den Adern pulsiert, als würde das Herz jeden Moment aus dem Leibe springen.

Gibt es eine wissenschaftlich, chemische Erklärung für diesen Gemütszustand?

Im Prinzip nein, obwohl sich sowohl Forscher als auch Biologen mit dieser „Materie“ eingehend beschäftigt haben. Es ist wohl eher anzunehmen, dass diese Gemütsregungen durch die Sprache, durch Gestik und Berührung zustande kommen. Denn es wurde festgestellt, dass bei zwei Menschen, wo nur einer Persönliches von sich preisgab, ein zukünftiges Zusammensein, vollkommen ausgeschlossen war. Das heißt im Klartext, es hat damit zu tun, ob sich die Menschen voreinander öffnen oder nicht. Denn dabei kann dann intuitiv abgeschätzt werden, ob z.B. viele Gemeinsamkeiten vorhanden sind, die ja schon allein für sich Menschen einander näher bringen. Trotzdem reicht die Verliebtheit nicht für eine feste Partnerschaft, denn bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Bild: panthermedia.net Arne Trautmann