Pflegefall zuhause: Tipps für Angehörige

By | 19. Juli 2013
Pflegefall zuhause Tipps fuer Angehoerige

Die Gründe, warum ein Mensch zum Pflegefall wird, können vielfältig sein. Es kann im natürlichen Altersprozess irgendwann so weit sein, dass ein Mensch sich nicht mehr alleine im Alltag versorgen kann und Hilfe braucht. Es kann aber auch im jungen Alter schon passieren, dass ein Mensch durch einen Unfall oder eine Krankheit zum Pflegefall wird, auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass ein Baby schon mit einer Behinderung auf die Welt kommt und ein Leben lang ein Pflegefall ist.

Pflege durch Familienangehörige

Fast immer wenn ein Mensch zu einem Pflegefall wird, ist die erste Option die Pflege durch angehörige. Schließlich soll die geliebte Person nicht dauerhaft in ein Krankenhaus oder eine Pflegestation kommen, sondern unter der Familie sein können. Jedoch ist genau das oft nicht ganz einfach. Meist gehen die Angehörigen selbst einem Beruf nach und haben nicht die Zeit, den ganzen Tag für das Familienmitglied da zu sein. Ist das der Fall, muss mindestens eine zweite Person verfügbar sein, die während der eventueller Arbeitszeiten da ist. Oft hilft die Ambulante Intensivpflege. Außerdem ist die Pflege eines Angehörigen eine massive Belastung, was im schlimmsten Fall zu Krankheit des Pflegenden führen kann. Eine weitere Hürde, wenn Sie einen pflegebedürftigen Menschen bei sich zu Hause aufnehmen möchten, ist die Barrierefreiheit. Fast immer sind Umbauten an Haus oder Wohnung nötig, um eine häusliche Pflege überhaupt zu ermöglichen.

Hilfe durch ambulante Pflegedienste

Wenn Sie in Ihrer Familie einen Pflegefall haben, und den Angehörigen selbst pflegen möchten, können Sie sich Rat bei einem örtlichen ambulanten Pflegedienst oder der Pflegeversicherung holen. Pflegedienste sind beispielsweise die Caritas, die Johanniter, Sozialstationen oder die Diakonie. Angestellte dieser Einrichtungen können eine Pflege ganz oder teilweise übernehmen. Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit kommen die Mitarbeiter einmal oder mehrmals täglich vorbei, um dem Patienten Essen zu bringen und/oder ihm im Alltag zu helfen. Dafür kann die pflegebedürftige Person sogar oft noch in der eigenen Wohnung wohnen bleiben. Ist eine Vollpflege nötig, können die Pflegedienste auch eine Person vermitteln, die als Angestellter vor Ort die Pflege übernimmt. Oft ist das eine gute Lösung, falls es von den Angehörigen niemandem möglich ist.

Bild: panthermedia.net Miriam Dörr

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